Wann kann ich das Wechselmodell beantragen?
Ihre Fachanwältin für Familienrecht in Mannheim informiert:
Eine Trennung oder Scheidung stellt Eltern vor viele rechtliche und emotionale Fragen – insbesondere, wenn es um das Wohl der gemeinsamen Kinder geht. Immer häufiger wünschen sich Eltern eine gleichberechtigte Betreuung nach der Trennung.
Doch wann kann ich das Wechselmodell beantragen, und welche rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Als Fachanwältin für Familienrecht in Mannheim begleite ich Mandantinnen und Mandanten regelmäßig bei genau diesen Fragestellungen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was das Wechselmodell rechtlich bedeutet, wann ein Antrag sinnvoll ist und wie Ihre Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen sind.
Was ist das Wechselmodell im Familienrecht?
Das sogenannte Wechselmodell beschreibt eine Betreuungsform, bei der das Kind annähernd hälftig bei beiden Elternteilen lebt. Anders als beim klassischen Residenzmodell gibt es keinen überwiegenden Lebensmittelpunkt bei nur einem Elternteil.
Wichtig:
Das Wechselmodell ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt, wurde jedoch durch zahlreiche Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und der Oberlandesgerichte als zulässige Betreuungsform anerkannt.
Wann kann ich das Wechselmodell beantragen?
Viele Eltern fragen sich: Wann kann ich das Wechselmodell beantragen? Grundsätzlich gilt:
Ein Antrag auf Anordnung des Wechselmodells ist möglich, wenn
- beide Eltern grundsätzlich erziehungsgeeignet sind,
- eine tragfähige Kommunikation zumindest in grundlegenden Fragen möglich ist,
- die räumliche Nähe der elterlichen Haushalte gegeben ist,
- und das Wechselmodell dem Kindeswohl entspricht.
Auch wenn ein Elternteil das Wechselmodell ablehnt, kann das Familiengericht es gegen den Willen eines Elternteils anordnen – allerdings nur unter strengen Voraussetzungen.
Welche Rolle spielt das Kindeswohl?
Das Kindeswohl ist das zentrale Entscheidungskriterium des Gerichts. Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
- Alter und Bindungen des Kindes
- bisherige Betreuungsrealität
- Schul- und Freizeitorganisation
- Belastbarkeit des Kindes durch häufige Wechsel
Ein häufiger Irrtum: Ein Wechselmodell ist kein Automatismus, nur weil beide Eltern es wünschen oder fordern.
Erfolgsaussichten realistisch einschätzen
Die Erfolgsaussichten eines Antrags hängen stark vom Einzelfall ab. Aus anwaltlicher Sicht ist eine sorgfältige rechtliche Prüfung entscheidend, bevor ein Antrag gestellt wird. Ein unvorbereiteter oder emotional geführter Antrag kann das Verfahren unnötig belasten – und letztlich dem Kindeswohl schaden.
Als Fachanwältin für Familienrecht unterstütze ich Sie dabei,
- Ihre individuelle Situation rechtlich einzuordnen,
- Chancen und Risiken realistisch abzuwägen,
- und eine tragfähige Strategie zu entwickeln – außergerichtlich oder vor Gericht.
Warum anwaltliche Beratung frühzeitig sinnvoll ist
Gerade beim Wechselmodell ist frühzeitige anwaltliche Beratung besonders wichtig. Viele Weichen werden bereits im Vorfeld gestellt, etwa durch:
- das Verhalten während der Trennung,
- informelle Betreuungsabsprachen,
- Kommunikation mit dem anderen Elternteil,
- oder den Umgang mit Jugendamt und Gericht.
Eine fachkundige Begleitung schützt vor strategischen Fehlern und sorgt dafür, dass Ihre Interessen – und vor allem die Ihres Kindes – gewahrt bleiben.
Ihre Fachanwältin für Familienrecht in Mannheim
Wenn Sie sich fragen: „Wann kann ich das Wechselmodell beantragen?“, oder eine fundierte Einschätzung zu Ihrer individuellen Situation wünschen, stehe ich Ihnen gerne beratend zur Seite.
Als Fachanwältin für Familienrecht in Mannheim biete ich:
- persönliche und diskrete Beratung
- klare rechtliche Einschätzungen
- engagierte Vertretung mit Augenmaß
Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin, um Ihre Möglichkeiten im Familienrecht frühzeitig und rechtssicher zu klären.